Feierliche Einweihung einer Gedenktafel auf dem französischen Garnisonsfriedhof in Kaiserslautern

Mit einer würdevollen Zeremonie wurde am Samstag, den 30. Mai 2026, auf dem Cimetière de la Garnison Française in Kaiserslautern eine Gedenktafel durch den Verein Le Souvenir Français en Allemagne feierlich eingeweiht. Die Tafel erinnert an 26 Soldaten aus Frankreich, Algerien und Indochina, die im Dienst für Frankreich ihr Leben verloren und auf dem Garnisonsfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Die Gedenkfeier begann um 14 Uhr mit dem feierlichen Aufmarsch einer Ehrenabteilung des 121. Train-Regiments der Französischen Armee. Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter Vertreter der Französischen Armee, der Bundeswehr, der Stadt Kaiserslautern, des Landes Rheinland-Pfalz, der Marinekameradschaft Kaiserslautern, des Freundeskreises 2. Schnellbootgeschwader, Medienvertreter sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam versammelten sie sich vor der zunächst verhüllten Gedenktafel.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die bewegenden Ansprachen von General François Sommerlat sowie der Oberbürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern, Beate Kimmel. Beide würdigten die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns und unterstrichen die besondere Verantwortung, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt für kommende Generationen zu bewahren. Musikalisch begleitet erhielt die Zeremonie einen feierlichen und zugleich nachdenklichen Rahmen.

Nach der Enthüllung der Gedenktafel wurden Kränze niedergelegt. Mit den Nationalhymnen Frankreichs und Deutschlands wurde die enge deutsch-französische Verbundenheit sowie das gemeinsame Bekenntnis zu Frieden und Versöhnung eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht. Ein anschließender Umtrunk bot den Gästen Gelegenheit zum persönlichen Austausch und ließ die Einweihungsfeier in würdiger Atmosphäre ausklingen.

Langjährige Forschungsarbeit machte Gedenktafel möglich

Die Einweihung der Gedenktafel ist das Ergebnis jahrelanger historischer Recherchen. Dem gemeinnützigen Verein Le Souvenir Français en Allemagne, der sich der Pflege des Andenkens an alle für Frankreich Gefallenen widmet und damit eine vergleichbare Aufgabe wie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wahrnimmt, gelang es, die Identität der 26 auf dem Friedhof bestatteten Soldaten namentlich zu klären.

Den entscheidenden Anstoß für die Errichtung der Gedenktafel gab Professor Andreas Fröhlich. Gemeinsam mit Jean-Noël Charon recherchierte er über Jahre hinweg die Schicksale der hier bestatteten Soldaten und trug maßgeblich dazu bei, ihnen ihre Namen und damit ein Stück ihrer Geschichte zurückzugeben.

Die neue Gedenktafel ist ein sichtbares Zeichen des Erinnerns, der historischen Verantwortung und der deutsch-französischen Freundschaft. Sie erinnert daran, dass hinter jedem Grab ein individuelles Schicksal steht und dass die Bewahrung dieser Erinnerung ein wichtiger Beitrag für Frieden, Verständigung und Versöhnung in Europa ist.

Leider wurden uns keine Bilder vorgelegt. Die Information stammt von der Internetseite des Deutschen Marinebundes, sh. auch https://deutscher-marinebund.de/berichtedmb/einweihungsfeier-in-kaiserslautern/